Kooperationsvereinbarungen mit Kindertagesstätten

Am 2. November 2011 unterzeichneten Bürgermeister Friedhelm Boginski und Landrat Bodo Ihrke gemeinsam mit allen Leiterinnen der städtischen Kitas eine besondere Vereinbarung.

In ihr ist u.a. festgeschrieben, dass die Kitas den Einsatz des Praxismaterials mit Basiskompetenzkatalog und Sprachförderkatalog des Landkreises Barnim einsetzen. Was so theoretisch klingt, hat einen sehr praktischen Hintergrund.

Geht es doch darum, die Zukunft des Barnims in Fragen der Fachkräftesicherung zu sichern, wie Landrat Ihrke betonte. Deshalb habe der Landkreise die Bildungsinitiative gestartet. Erschreckend seien die Zahlen der Schul- und Berufsausbildungsabbrecher. Auch in den Kitas gebe es einen negativen Trend bei der Sprachstandsfeststellung. Dem müsse mit aller Kraft entgegen gewirkt werden. Der Dank gilt den Kitas, die sich sehr engagiert in die Erarbeitung des Materials eingebracht haben und sich täglich daran arbeiten, ihren Kindern einen nahtlosen Übergang in die Schule zu ermöglichen.

Bürgermeister Boginski dankte dem Landrat für die Bildungsinitiative und den Focus auf Kitas. " Bei Bildung muss ganz früh angefangen werden", betonte er. "Deshalb bin ich sehr froh darüber, dass der Landkreis den Gesamtblick darauf hat - angefangen vom Netzwerk für gesunde Kinder bis hin zum Netzwerk Fachkräftesicherung." Auch Kinder, die bildungsfern aufwachsen, müssen mitgenommen und gefördert werden. Das vorliegende Material bietet einen sehr guten praktikablen Ansatz.

Die Stadt stehe dazu, dass der größte Posten im Haushalt den Kitas, Jugendeinrichtungen und Grundschulen gehört: "Wir haben einen Bildungsauftrag umzusetzen, auch wenn uns der vom Gesetzgeber vorgegebene Betreuerschlüssel in den Kitas zum Beispiel als immer noch zu gering erscheint", sagte Friedhelm Boginski.

Die Ordner mit dem Praxismaterial sind ab sofort in allen Kita-Gruppen vorhanden. Mit der Vereinbarung ist auch verbunden, dass die Finanzierung für Fortbildungen und weiteres Material durch die Stadt ermöglicht wird. Die Kitas wiederum verpflichten sich, das Material auszuprobieren und die Ergebnisse ihrer Arbeit zu dokumentieren und regelmäßig auszuwerten.

(Text: Stadtverwaltung Eberswalde; Bild: Stadtverwaltung/ Britta Stöwe)